Vincent Weigand Praxis für Zahnheilkunde und Prophylaxe
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Zuviel Säure setzt den Zähnen zu

Früchte und Fruchtsäfte sind reich an Vitamine und schützen vor Erkältungen. Aber sie enthalten auch schädliche Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und das Kariesrisiko erhöhen können.

Grundsätzlich gilt: Je mehr und je länger Säure einwirkt, desto anfälliger werden die Zähne. Säure macht den Zahnschmelz weich und löst Mineralien aus der Zahnoberfläche heraus. Und nicht nur Fruchtsäfte und saure Lebensmittel verursachen diese Reaktion, auch Zucker trägt dazu bei. Denn Zucker wird im Mund in Säure umgewandelt. Besonders schädlich sind deshalb zuckerhaltige saure Getränke wie Cola oder Softdrinks. Auch Chips und Schokoriegel, die klebrige Beläge auf der Zahnoberfläche hinterlassen, sind gefährlich, insbesondere wenn sie über den Tag verteilt immer wieder auf die Zähne einwirken.

Erholung für die Zähne

Wer Appetit auf Softdrinks und Süßigkeiten hat, muss aber nicht komplett verzichten, um seine Zähne gesund zu halten. Zucker lässt sich durch Zähneputzen entfernen, bevor er in Säure umgewandelt wird. Auch zahnfreundliche Kaugummis helfen, die Zähne zu reinigen und den Speichelfluss anzuregen - ebenso wie vollwertige Nahrungsmittel, die gründlich gekaut werden müssen. Der Speichel ist in der Lage, den Zahnschmelz mit neuen Mineralien zu versorgen, vor allem wenn nicht mehrmals am Tag genascht wird und den Zähnen genügend Zeit bleibt, sich zu erholen.

Mit Wasser nachspülen

Nach dem Genuss saurer Getränke und Lebensmittel ist sofortiges Putzen nicht immer sinnvoll. Vor allem, wenn sich die Zähne stumpf anfühlen, ist ein Schluck Wasser zweckmäßig, der die Säure verdünnt bzw. wegspült. Danach sollte man etwa eine Stunde warten, damit der Zahnschmelz mit Hilfe des Speichels wieder hart werden kann. Wenn der aufgeweichte Schmelz gleich weggeputzt wird, sind die Zähne unter ungünstigen Umständen anfälliger als vorher.

Bei einer ausgewogenen Ernährung, die viel Rohkost, Käse und Milch enthält, sind Zahnschäden durch Säure normalerweise kaum zu erwarten. Voraussetzung ist allerdings, dass Süßes, Saures und Klebriges nicht stundenlang im Mund verbleiben.

Redaktion e|pat|in®


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